0.1    Vermittlungsprojekt
April 2020

DIS
TANZEN

Wie ein gemeinsames Kunstwerk während der Pandemie gestalten?  Interessiert? Mach mit!


Es ist noch immer Pandemie-Zeit. Wir alle erleben einen Stillstand. Lock-Down, Isolation und Social Distancing - mit diesen kollektiven Massnahmen versucht die Welt, gemeinsam die Pandemie zu überwinden. Die Massnahmen werden langsam gelockert. Die Empfehlung zur Distanzierung bleibt.
RU stellt die Frage: Wie können wir in dieser Krise gemeinsam etwas bewegen? Wie können wir nun zusammen arbeiten und gestalten? Wie können wir die Krise gestalterisch reflektieren und daraus Kraft schöpfen?

Zum Totentanz

Das Motiv des Totentanzes wird seit Jahrhunderten immer wieder neu interpretiert. Die Ursprünge oder Vorstufen der Totentänze führen auf Riten der Bestattungs- und Memorialkultur zurück, als eine Art Antworten auf drohendes Unheil wie etwa Kriege und Seuchen. Der Totentanz nährt sich aus den Ängsten von Krisenzeiten. Der Basler Totentanz ist ein 2 x 60 Meter grosses Wandbild, das im späten Mittelalter, um ca. 1440, auf eine Friedhofsmauer in Basel gemalt wurde und den Tanz des Todes darstellt. Das Gemälde ist ein memento mori und erinnert uns daran, dass der Tod alle gleichermassen besucht. Der Basler Totentanz wurde mehrmals restauriert. Die Abbildung ist eine Aquarellkopie von Johann Rudolf Feyerabend von 1806.


Neue Interpretation des Totentanzes

RU ergreift die Initiative, den Basler Totentanz neu zu gestalten.
Die Neuinterpretation des Basler Totentanzes wird aus 45 Einzelteilen bestehen.
Du bist eingeladen, auch ein Stück zu gestalten und ein Teil zum Werk beizutragen!

RU knüpft an dieses Gedankengut an und möchte die Krise gemeinsam gestalterisch reflektieren.
Der neue Totentanz soll in Form eines Wandbildes entstehen. Mit Distanz. RU ist auf Velos in der Stadt unterwegs und verteilt das Material an alle, die mitmachen wollen. RU lädt zum Mitmachen ein, um diese Krise visuell tanzend zu überbrücken.

Schaffen, um Angst in Form zu verwandeln, Distanz in Fäden, die uns miteinander verbinden.  Schaffen, um über das Leben und den Tod gemeinsam zu reflektieren.

Möchtest du mitmachen? Bist du Interessiert?
Kontaktiere RU: ru.daskollektiv@gmail.com

Wir freuen uns auf vielfältige Einreichungen!

Credit: Historisches Museum Basel, Foto: M. Babey